Kooperation " Hospiz Leverkusen e.V."
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Neue Palliativstation
Artikel in der Rheinischen Post vom 23. Februar 2010
von Monika Klein

Leverkusen hat kein stationäres Hospiz. Das evangelische Altenheim
Ulrichstraße will die Lücke schließen. Im Zuge der anstehenden
Umbaumaßnahmen soll neben Räumen für betreutes Wohnen ein Bereich
mit sechs bis zehn Betten für die Palliativpflege entstehen.
Die Umsetzung wird noch knapp zwei Jahre dauern. Der  Architektenwettbewerb
ist abgeschlossen, so dass die Detailplanung beginnen kann.
Diese soll nicht am grünen Tisch stattfinden, sondern in Zusammenarbeit
mit den Menschen, die später die Pflege in den Räumen übernehmen.
Dabei handelt es sich um qualifiziertes Pflegepersonal, das intensiv für die
demnächst anstehenden neuen Arbeiten geschult wurde.
15 Pflegefachkräfte hat Heimleiter Lothar Scharfenberg für diese Schulung
freigestellt.  In 160 Unterrichtsstunden lernten die Mitarbeiter aus dem Haus
und eine externe Pflegekraft des DRK, was man wissen muss für die Betreuung
und Pflege von sterbenskranken Menschen in ihren letzten Lebenswochen.
Intensiv sei die Schulung gewesen, sagte Renate Vonhausen bei der
kleinen Feierstunde zur Zertifikatsvergabe. Sie ist Pflegedienstleiterin der
angebundenen, ambulant arbeitenden Diakoniestation, die im April 2009
die Anerkennung als Palliativ-Pflegedienst erhielt und seit Sommer Teil des
Palliativnetzwerkes im Evangelischen Kirchenkreis ist. Viel theoretisches
Wissen sei vermittelt und sehr praxisnah anhand von Beispielen verdeutlicht worden.
Gibt es so viel Neues für Pflegekräfte, für die Sterbenssituationen zum
Altenheim-Alltag gehören? "Oh ja, das erfordert gründliches Umdenken" antwortet
Pflegedienstleiterin Margrit Weißenfels. "Palliativpflege heißt, dass der Wille des
Betroffenen jederzeit zu berücksichtigen ist."

Den ganzen Menschen sehen
Wohnbereichsleiter Georg Fleck gibt ein Beispiel. Seine Senioren muss er
ständig dazu anhalten, genügend zu trinken und darauf zu achten, dass sie
regelmäßig essen. Wenn eine sterbenskranke Krebspatientin dagegen
Essen und Trinken verweigere, habe man das zu akzeptieren. Palliativpflege
heißt, den ganzen Menschen mit all seinen Bedürfnissen, Nöten und Fragen
zu sehen. Man muss das soziale Umfeld berücksichtigen und Patienten bei
spirituellen Fragen zum Tod begleiten. Das soll im Team geschehen und
mit Palliativmedizinern, Seelsorgern und Sterbebegleitern des Hospizvereins.

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Geschäftsführer und Heimleiter Lothar Scharfenberg
und Pflegedienstleitung Margrit Weißenfels mit den Fachkräften bei der Zertifikatsvergabe